Wie zu Zeiten der Gewürzstrasse ankern gelegentlich Segler im Giudecca-Kanal in Venedig, ein Bild, das leider immer seltener wird. Zur Zeit der klassischen Gewürzstraße im Spätmittelalter und der Renaissance (ca. 13. bis Ende des 15. Jahrhunderts) war Venedig das unumstrittene wirtschaftliche Zentrum und die reichste Stadt Europas. Die Republik Venedig besaß das europäische Monopol auf den Handel mit asiatischen Gewürzen wie Pfeffer, Zimt, Nelken, Muskat und Ingwer. Venezianische Kaufleute reisten nicht selbst nach Indien oder China. Sie kauften die Luxusgüter an den Endpunkten der asiatischen Karawanen- und Seewege im Nahen Osten auf – vor allem in Häfen wie Alexandria (Ägypten), Aleppo und Antiochia (Syrien). Durch geschickte Diplomatie und Verträge mit den herrschenden Mamluken sicherten sie sich dort exklusive Zugangsrechte. – 1989
Wie zu Zeiten der Gewürzstrasse ankern gelegentlich Segler im Giudecca-Kanal in Venedig, ein Bild, das leider immer seltener wird. Zur Zeit der klassischen Gewürzstraße im Spätmittelalter und der Renaissance (ca. 13. bis Ende des 15. Jahrhunderts) war Venedig das unumstrittene wirtschaftliche Zentrum und die reichste Stadt Europas. Die Republik Venedig besaß das europäische Monopol auf den Handel mit asiatischen Gewürzen wie Pfeffer, Zimt, Nelken, Muskat und Ingwer. Venezianische Kaufleute reisten nicht selbst nach Indien oder China. Sie kauften die Luxusgüter an den Endpunkten der asiatischen Karawanen- und Seewege im Nahen Osten auf – vor allem in Häfen wie Alexandria (Ägypten), Aleppo und Antiochia (Syrien). Durch geschickte Diplomatie und Verträge mit den herrschenden Mamluken sicherten sie sich dort exklusive Zugangsrechte. – 1989