Seiteneingang der Christ Church in Malakka, Malaysia. Die Stadt war früher als «grösster Hafen der Welt» bekannt. Das 1753 fertiggestellte Gotteshaus, ein schönes Zeugnis niederländischer Sakralarchitektur, wurde zur Hundertjahrfeier der Kolonisierung des Landes eingeweiht. Über dem Altar befindet sich ein prachtvoller Abendmahlsfries aus farbig glasierten Kacheln. Die Dachbalken wurden aus je einem Stamm gefertigt. Die 1403 von Parameswara, dem Fürsten von Sumatra, gegründete Stadt Malakka liegt an einer Flussmündung, die einen sicheren Hafen bildet. 1511 eroberten die Portugiesen die Stadt und machten sie zu einer wichtigen Station auf der Gewürzstrasse. 1641 wurden sie von den Holländern vertrieben, die nun allein die ganze Region kontrollierten. Als letzte Kolonisten kamen die Engländer, die 1824 die Eroberung der Malaiischen Halbinsel abschlossen. – 1990