Fotos aus dem Buch "Die Kultur der Inkas"
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Mit einem wollenen chullo unter dem typischen cuzqueño-Hut und gekleidet in einen wunderbaren Poncho hält dieser junge Indio aus dem heiligen Tal die vara de mando, einen mit Silber beschlagenen Stab zum Zeichen seiner Amtswürde. Er ist der Alkalde eines ayllu, einer aus der Inkazeit überlieferten Agrargemeinschaft, in welcher die Quechuas heute noch wie in vergangenen Zeiten leben.
lndias cuzqueñas in ihren typischen Kleidern gehen durch die engen Gassen des «Roms» der Inkas, wo auf den abgetragenen monolithischen Residenzen spanische Kolonialhäuser thronen.
Die traurigen Klänge der quenas (Bambusflöten der Anden) haben sich seit der spanischen Eroberung mit den Tönen der volkstümlichen spanischen Harfen und Saiteninstrumente vermischt, denen die Indios in ihren Ponchos leichte und kratzende Melodien entlocken. Am Abend vor dem Sonnenfest Inti Raymi auf dem Hauptplatz von Cuzco.
Auf 3 700 m Höhe erheben sich die vier Terrassen von Tampu Machay, dem «Bad des Inka». Trapezförmige Nischen zieren den elegantesten «Tempel des Wassers», welcher der kultischen Reinigung des Dynasten und seiner Gattin, der Coya, anläßlich ihrer rituellen Vereinigung diente.
Ollantaytambo ist eine der seltenen und letzten authentischen Inkaburgen, wo die Quechuas noch in den Palästen ihrer Vorfahren wohnen. Ein Indio sitzt auf der Schwelle seiner Tür, einer doppelten, trapezförmigen portada der Inkas.
Diese India von San Juan de Chuquibambilla lächelt unter ihrer montera, dem Kopfschmuck mit dem Faltentuch, hervor. Nur zu ganz besonderen Festen des Hochlandes trägt sie ihr schönes traditionelles Gewand, auf dessen Stickereien sie stolz ist.
Hunderte von Eingeborenen strömen zur lebhaften sonntäglichen feria in Chinchero. Sie tragen ihre wunderschönen Kleider in den Farben des Regenbogens.
Nach alter Inkasitte trinken die Indios chicha, ein schäumendes und leicht alkoholisches Maisbier, doch nicht mehr aus den schönen Keros aus lackiertem Holz, sondern aus großen Gläsern. - Chinchero, Cuzco
Die Zeiten ändern sich! Diese Mädchen von Acomayo tragen das Wasser nicht mehr in den irdenen Gefäßen, sondern in einem ganz gewöhnlichen Emailkrug.
Das ernste Gesicht dieses Mädchens aus Combapata ist vom rauhen Höhenklima gegerbt. Es trägt eine Mütze mit nach vorne gelegtem Zipfel und um die Taille einen breiten, gemusterten, handgewobenen Gürtel.
Diese Indias aus Huaripampa im Departement Ancash mit ihren Sombreros aus weißem Stroh oder braunem Filz und den schwarzen Zöpfen sind - noch schwerer beladen als ihre Esel - auf dem Weg zu irgendeinem entfernten Markt.
Seit die präkolumbianischen Höhlenbewohner oder nomadisierenden Jäger seßhaft wurden, woben sie aus Pflanzenfasern Kleider. Die anfänglich groben Stoffe entwickelten sich mit dem Aufkommen der Baumwolle gegen 1400 v. Chr. zu wirklichen Kunstwerken. Auch heute noch pflegt dieser Weber aus Quinua bei Ayacucho die Kunst des Webens auf seinem einfachen, horizontal aufgehängten Webstuhl aus Holz.
An diesem ländlichen Festtag auf dem Hochplateau von Puno führen die llameros vor dem bescheidenen Kirchlein von San Juan de Chuquibambilla den uralten «Tanz des Lamas» auf, den feierlichen und außergewöhnlichen Tanz der Anden.
Jedes Jahr beginnen in Cuzco am 21.Juni, der Wintersonnenwende der Sierra, die großen Feierlichkeiten des lnti Raymi, des «Sonnenfestes» der Inkas. Am Abend tanzen Indios und lndias in ihren schönsten Festtagskleidern die eher rituellen als unterhaltsamen volkstümlichen Tänze.
Vor der Mauer des berühmten Zeremonienzentrums von Chavín de Huantar mitten in der Cordillera Blanca, wo 2000 Jahre vor den Inkas eine hohe peruanische Kultur entstand, spielt dieser Indio auf seiner Quena eine traurige Weise ... von der Liebe und von der Ewigkeit.
Die Frau aus Combapata mit ihrem eigenartigen flachen Hut, das scharf geschnittene Gesicht von einem gestickten Tuch eingerahmt, verkörpert die ganze Würde der alten präkolumbianischen Völker.
In der weiten und unendlichen Stille des Altiplano spielt der Aymara schon seit Urzeiten auf seiner zampoña ... deren wehmütige und seltsame Klänge von den Höhenwinden weggetragen werden.
Diese wunderliche «Konsultation» eines modernen «Priesters der Geister» findet um 4 Uhr morgens bei 17° unter Null auf dem peruanischen Hochplateau statt. Grüne Kokablätter, Bohnen und Getreidekörner, getrocknete Blumen und farbiges Papier werden auf einem improvisierten Altar der Göttin der Mutter Erde und der Fruchtbarkeit, Pachamama, geopfert und anschließend im Freien verbrannt.
Seit 3000 oder noch mehr Jahren bläst der Indio des heiligen Tals und der ganzen Andenregion den pututo. Mit dieser großen Meermuschel, dem Spondylus mit dem rauhen Ton, ruft er Menschen und Götter an.
Auf 3´700 m Höhe erheben sich die vier Terrassen von Tampu Machay, dem «Bad des Inka». Trapezförmige Nischen zieren den elegantesten «Tempel des Wassers», welcher der kultischen Reinigung des Dynasten und seiner Gattin, der Coya, anläßlich ihrer rituellen Vereinigung diente. – Cusco – Peru – 1969
Campesino aus dem Dorf San Antonio de Chuca, Departement Arequipa, Peru. Die chullo genannte Ohrenmütze schützt gegen die oft beißende Kälte auf dem Altiplano. Gelegentlich tragen die Indios als Schutz gegen die grelle Sonne über dem Chullo einen Hut. - Buch: Bild 82 - Peru - 1969
Dieses Bild zeigt eine Messe für Pachamama, die um 4 Uhr morgens bei - 17 °C gefeiert wurde. Die Opfergaben bestehen aus Kokablättern, Salz, Branntwein, Chicha, Zigaretten und Lebensmitteln (Departement Puno, Peru). - Buch: Bild 111 - Peru - 1969