Das Gebäude zeigt das prachtvolle Eingangstor Tilon Ki Pol zum künstlichen Gadisar-See in der Wüstenstadt Jaisalmer in Rajasthan. Das aus dem typischen goldgelben Sandstein der Region erbaute, zweistöckige Tor besitzt eine der faszinierendsten Entstehungsgeschichten. Es wurde im 14. Jahrhundert von einer wohlhabenden und berühmten königlichen Kurtisane namens Tilon gestiftet. Der damalige Herrscher (Maharawal) von Jaisalmer lehnte das Bauwerk zunächst ab. Da er den See regelmäßig nutzte, empfand er es als unter seiner Würde, unter einem von einer Kurtisane finanzierten Tor hindurchzuschreiten. Er drohte, das Tor wieder abzureißen. Während der König auf Reisen war, ließ Tilon das Tor kurzerhand fertigstellen. Um den angedrohten Abriss dauerhaft zu verhindern, setzte sie eine Statue des Gottes Vishnu (oft auch als Krishna-Tempel beschrieben) auf die Spitze des Tores. Da das Gebäude damit als heilige Stätte galt, durfte der König es nicht mehr zerstören. Das Tor besticht durch den klassischen rajputischen Baustil: die Jharokhas sind filigran aus Stein gemeißelte, balkonartige Erker, die typisch für die Architektur in Jaisalmer sind. Zwei markante Pavillons (Chattris) krönen die äußeren Ecken des Tores. Durch den großen Hauptbogen des Tores blickt man direkt auf das ruhige Wasser des Gadisar-Sees und die kleinen, im See errichteten Schreine. - 1990
Das Gebäude zeigt das prachtvolle Eingangstor Tilon Ki Pol zum künstlichen Gadisar-See in der Wüstenstadt Jaisalmer in Rajasthan. Das aus dem typischen goldgelben Sandstein der Region erbaute, zweistöckige Tor besitzt eine der faszinierendsten Entstehungsgeschichten. Es wurde im 14. Jahrhundert von einer wohlhabenden und berühmten königlichen Kurtisane namens Tilon gestiftet. Der damalige Herrscher (Maharawal) von Jaisalmer lehnte das Bauwerk zunächst ab. Da er den See regelmäßig nutzte, empfand er es als unter seiner Würde, unter einem von einer Kurtisane finanzierten Tor hindurchzuschreiten. Er drohte, das Tor wieder abzureißen. Während der König auf Reisen war, ließ Tilon das Tor kurzerhand fertigstellen. Um den angedrohten Abriss dauerhaft zu verhindern, setzte sie eine Statue des Gottes Vishnu (oft auch als Krishna-Tempel beschrieben) auf die Spitze des Tores. Da das Gebäude damit als heilige Stätte galt, durfte der König es nicht mehr zerstören. Das Tor besticht durch den klassischen rajputischen Baustil: die Jharokhas sind filigran aus Stein gemeißelte, balkonartige Erker, die typisch für die Architektur in Jaisalmer sind. Zwei markante Pavillons (Chattris) krönen die äußeren Ecken des Tores. Durch den großen Hauptbogen des Tores blickt man direkt auf das ruhige Wasser des Gadisar-Sees und die kleinen, im See errichteten Schreine. - 1990