Fotos aus dem Buch "Die Kultur der Inkas"
11 Ergebnisse
Wandmalereien von Mazo Cruz, 4500 m ü. M. (Departement Puno, Peru). Welcher Champollion wird die 7000 bis 10 000 Jahre alten Wandfresken des «beschriebenen Steins» in den heiligen Höhlen von Kelkatani je deuten können? Die Tänze der mit einem Federkranz geschmückten Jäger wurden mit roter Ockerfarbe auf eine Granitfläche von 26 auf 6 m gemalt und zeugen von einer geheimnisvollen Hochland-Zivilisation.
Nichts ist so malerisch wie eine balsa de totora auf dem Titicacasee! Seit vielen Jahrtausenden fahren die Aymaras des himmlischen «Mittelmeers» der Anden in ihren anmutigen Schilfbooten auf den heiligen See zum Fischfang. Die Boote werden «von Hand» angefertigt, indem das Schilf mit ichu-Schnüren gebündelt wird.
Zwischen den kargen Feldern im Süden des Titicacasees durchbrechen malerische Weiler die Monotonie des Altiplano, des «Daches der Anden» und «Landes der Schimären».
Diese India von San Juan de Chuquibambilla lächelt unter ihrer montera, dem Kopfschmuck mit dem Faltentuch, hervor. Nur zu ganz besonderen Festen des Hochlandes trägt sie ihr schönes traditionelles Gewand, auf dessen Stickereien sie stolz ist.
Auf dem Altiplano von Puno arbeiten die Männer heute noch mit der taklla, dem harten Holzspaten der Inkas. Er wird mit einem Fuß in den Boden gestoßen. Die Frau mit ihrem letztgeborenen Kind auf dem Rücken zerkleinert die Erdschollen.
An diesem ländlichen Festtag auf dem Hochplateau von Puno führen die llameros vor dem bescheidenen Kirchlein von San Juan de Chuquibambilla den uralten «Tanz des Lamas» auf, den feierlichen und außergewöhnlichen Tanz der Anden.
In der weiten und unendlichen Stille des Altiplano spielt der Aymara schon seit Urzeiten auf seiner zampoña ... deren wehmütige und seltsame Klänge von den Höhenwinden weggetragen werden.
Diese wunderliche «Konsultation» eines modernen «Priesters der Geister» findet um 4 Uhr morgens bei 17° unter Null auf dem peruanischen Hochplateau statt. Grüne Kokablätter, Bohnen und Getreidekörner, getrocknete Blumen und farbiges Papier werden auf einem improvisierten Altar der Göttin der Mutter Erde und der Fruchtbarkeit, Pachamama, geopfert und anschließend im Freien verbrannt.
Dieses Bild zeigt eine Messe für Pachamama, die um 4 Uhr morgens bei - 17 °C gefeiert wurde. Die Opfergaben bestehen aus Kokablättern, Salz, Branntwein, Chicha, Zigaretten und Lebensmitteln (Departement Puno, Peru). - Buch: Bild 111 - Peru - 1969