Dieses junge Mädchen aus der trockenen und wasserarmen Region der Thar-Wüste balanciert zwei Behälter auf seinem Kopf. Auf seinem Kopf steht unten eine große, geriffelte Blechdose. Darauf ist ein traditionelles, glänzendes Gefäß aus Messing oder Bronze platziert. Solche Gefäße (in Indien oft als Lota oder Ghara bezeichnet) werden klassisch zum Transportieren und Frischhalten von Wasser genutzt. Um das Gewicht zu verteilen und den Kopf zu schützen, liegt meist ein kleiner, ringförmiger Stoffwulst (ein sogenannter Chumbal oder Indhoni) direkt auf dem Haar unter den Behältern. Das Balancieren auf dem Kopf hält die Hände frei und ermöglicht eine aufrechte Körperhaltung, erfordert jedoch von Kindesbeinen an extremes Geschick und enorme Nacken- und Rückenmuskulatur. – Lathi – 1990